reflections

Unsere Monster...

Unsere Monster schlafen, wenn wir schlafen und wachen, wenn wir wachen.Sie lauern nicht als schwarze Männer und riesige Spinnen in den Abgründen unserer Albträume, sie sind genau so real wie wir.Wie überdimensionale Halsbänder in Eisen gefasst greifen sie fest um unsere Hälse und schnüren uns die Luft zum Atmen ab. Umnachtet von Atemnot haben wir so keine Möglichkeit mehr die Realität so wahrzunehmen, wie sie ist.....sie verzerrt sich.Aus normalen Menschen werden plötzlich Bedrohungen, die hinterlistig unseren Untergang planen. Aus schönen, sonnigen Frühlingsmorgen werde nahende Boten des Untergangs.Überall nehmen wir Misstrauen wahr und uns selbst.... vertrauen wir am wenigsten.Unsere Dämonen schnüren uns so fest die Kehle zu, dass wir anfangen uns selbst zu zerstören. Manchmal behutsam und langsam, manchmal schnell und schmerzhaft.Selbstsabotage wird zur Religion erhoben, wenn die Sicht für die Wirklichkeit versperrt ist. Kein Erfolg wird ins Buch des Lebens geschrieben, nur Niederlagen, Enttäuschungen und Schmerzen füllen die Seiten.Und schwarze Tinte tropft von den Blättern und bildet kleine Rinnsale aus Selbtsmitleid und Angst.Dabei wollen unsere Monster nur eines: geliebt werden. Sie wollen geliebt werden, egal, ob sie hässlich, schrecklich, boshaft, schwach oder elendig widerwärtig sind. Sie wollen geliebt werden. Erst dann lockern sie den Griff und wir können endlich frei sein.

Wenn es so klingt...

....dann ist es auch meistens so. Wenn es wie klingt? So als wäre alles bloß Lüge gewesen.

 

Wenig Schrecken, aber viel Angst. Keine Angst, aber viel Traurigkeit. Wer weiß schon so genau, was er wirklich fühlt?

 Es passiert so viel Verdrängung, Projektion und Bagatellisierung in deinem Schädel, dass die Wahrheit irgendwo unter Stapelweise Coping begraben liegt. Sie ändert sich nicht, aber wir, werden Opfer unseres eigenen Betruges, nur damit der kleine Junge und das kleine Mädchen ohne Angst zu Bett gehen können. In dem selben Zimmer, in dem auch die Wahrheit begraben liegt. Ein einziges Chaos.

 

Es ist ziemlich traurig, dass es wieder so gelaufen ist.

 

Aber was soll man auch von zwei Menschen erwarten, die beide nicht wissen wer sie wirklich sind, die nicht wissen, was sie wirklich wollen. Die nur das leben, was sie auf gar keinen Fall wollen.

 

Der kleine Junge starrt weiter hohl auf die eisernen Wände seines Gefängnisses und das kleine Mädchen schläft regungslos in seinem Sarg und verändert......hat sich gar nichts!



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